Unternehmensgründung

Die Wahl der richtigen Rechtsform!

Ob allein oder mit Partnern, ob kleines Unternehmen oder größerer Betrieb: Die Gründung sollte in jedem Fall gleich das erste Erfolgskapitel Ihrer Unternehmensgeschichte sein.

Die Wahl der geeigneten Gesellschaftsform ist eine wichtige und entscheidende Überlegung im Zuge der Unternehmensgründung. Welche Vor- und Nachteile der in Betracht kommenden Rechtsformen sind für eine effiziente Führung eines Unternehmens zu berücksichtigen, welche Rechtsformen stehen mir dabei offen?

Die einfachste Form ein Unternehmen zu gründen ist die Gründung eines Einzelunternehmens, welches von einer natürlichen Person gegründet und von dieser als Alleininhaber unter seiner vollen persönlichen Haftung betrieben wird.

Die Eintragung eines Einzelunternehmens im Firmenbuch ist nur bei Erzielung von gewissen Umsatzerlösen notwendig, kann aber auch freiwillig erfolgen.

Weiters besteht die Möglichkeit, dass sich mehrere, zumindest zwei Personen zum Betrieb eines Unternehmens zu einer Gesellschaft zusammenschließen. Je nach Größe des Betriebes sowie den Voraussetzungen und Absichten der Gesellschafter hinsichtlich Vertretung, Gewerberecht, Ausmaß der Kapitalbeteiligung und Risikoübernahme, Mitwirkung an der Geschäftsführung usw. sind verschiedene Arten von Gesellschaften (Personen- oder Kapitalgesellschaften) möglich.

Bei der Offenen Gesellschaft (OG) haften alle Gesellschafter persönlich und unmittelbar, d.h. auch mit ihrem persönlichen Vermögen.

Bei der Kommanditgesellschaft (KG) haftet zumindest eine Person – der Komplementär – den Gläubigern der Gesellschaft unmittelbar, unbeschränkt und persönlich; die Kommanditisten haften hingegen nur beschränkt bis zur Höhe ihrer im Firmenbuch eingetragenen Haftsumme, die Haftung entfällt, soweit die Einlage geleistet ist.

Die Kapitalgesellschaften (die Gesellschaft mit beschränkter Haftung – GmbH und die Aktiengesellschaft AG) können auch durch eine einzige Person gegründet werden. Der Vorteil bei diesen Gesellschaftsformen ist die Haftungsbegrenzung auf das Gesellschaftsvermögen, d.h. die Gesellschafter haften nicht für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Sowohl die Form des Einzelunternehmens als auch jene der Gesellschaften haben Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Für die Wahl der Rechtsform gibt es kein Patentrezept. Ausgehend von der jeweiligen konkreten Situation (Umfang des Unternehmens, ein oder mehrere Unternehmer und dessen bzw. deren gewerberechtliche Voraussetzungen, Finanzierung durch Beteiligung, Ausmaß der Haftung usw.) sind die Vor- und Nachteile der in Betracht kommenden Rechtsformen für eine effiziente Führung des Unternehmens aus zivilrechtlicher, sozialversicherungsrechtlicher und steuerlicher Hinsicht zu berücksichtigen. Die Wahl der Rechtsform wird daher in der Regel einen Kompromiss darstellen.

Es gibt auch keine Rechtsform, die auf Dauer vorteilhaft ist, denn so vielfältig die Gründe für die Auswahl zunächst sind, so unterschiedlich können sich diese früher oder später ändern.

NEUFÖG

Das sogenannte Neugründungsförderungsgesetz, kurz NeuFöG, hilft Neugründer/inne/n und Betriebsübernehmer/inne/n Gründungskosten zu sparen. Von einer Neugründung spricht man dann, wenn eine bisher nicht vorhandene betriebliche Struktur durch Neueröffnung eines gewerblichen, land- und forstwirtschaftlichen oder dem selbständigen Erwerb dienenden Betriebes geschaffen wird. Voraussetzung dafür ist, dass der neue Betriebsinhaber in den letzten 5 Jahren in der selben Art nicht selbständig tätig gewesen ist und eine Gründungsberatung bei der jeweiligen Interessensvertretung in Anspruch genommen zu haben.

Für Neugründer/innen und Betriebsübernehmer/innen entfallen Gerichts- und Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben sowie die Grunderwerbsteuer, die im Zusammenhang mit der Neugründung oder mit der Übernahme eines Unternehmens anfallen.

Darüber hinaus werden Neugründer/innen bei den Lohnnebenkosten entlastet.

Das Antragsformular finden Sie hier.


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