Familienrecht

Je sensibler ein Thema, desto wertvoller der Notar.

Wenn einer Vermögen in eine Ehe einbringt – gehört es dann beiden Ehepartnern? Wie kann man bei einer Scheidung das Vermögen ohne Streit aufteilen? Wie läuft ein Adoptionsverfahren ab? Wer kann gemeinsam eine Eigentumswohnung kaufen? Kann der Partner in den Mietvertrag eintreten?

In familiären Angelegenheiten ist Rechtssicherheit und Diskretion besonders wichtig. Die Bedeutung des Notars im Familienrecht erklärt sich aus dessen Formvorschriften: Neben den Ehepakten, zwischen Ehegatten geschlossenen Kauf-, Tausch-, Renten- und Darlehensverträgen sowie Schuldbekenntnissen, die von einem Ehegatten dem anderen abgebeben werden sind bspw auch Verträge, die die Aufteilung ehelicher Ersparnisse im Fall der Scheidung im Voraus regeln, notariatsaktpflichtig. Darüber hinaus wurde für die Zustimmungserklärung zur medizinisch unterstützten Fortpflanzungshilfe die Notariatsaktspflicht eingeführt.

Partnerschaftsvertrag:

Immer mehr Lebensgefährten wollen Vereinbarungen treffen, die zumindest in Teilbereichen den rechtlichen Wirkungen einer Ehe nahe kommen – zum Beispiel im Wohnrecht, in Unterhaltsfragen, im Erbrecht, bei der Vermögensteilung, im Trennungsfall. Durch einen Partnerschaftsvertrag kann der rechtliche Rahmen für das Zusammenleben eines Paares während der Lebensgemeinschaft und auch für den Fall der Trennung  geregelt werden. Beispielsweise zur Dokumentation der Eigentumsverhältnisse, zur Teilung der Lebenshaltungskosten, bei der Mitarbeit im Betrieb des Partners, im Wohnrecht …

Adoption:

Eine Adoption kommt durch schriftlichen Vertrag zwischen dem Adoptierenden und dem Wahlkind zustande. Das adoptierte Kind ist damit rechtlich dem leiblichen Kind gleichgestellt. Zur Gültigkeit einer Adoption ist die gerichtliche Bewilligung erforderlich. Der Notar/Die Notarin kann alle dafür notwendigen Schritte erledigen – vom Abfassen des Adoptionsvertrages bis zur Einholung der gerichtlichen Genehmigung.

Scheidung:

Eine Regelung über die Aufteilung des ehelichen Vermögens für den Fall der Scheidung, welche vor einer Notarin/einem Notar abgeschlossen wurde, ist eine kostengünstige Lösung – und wird vom Scheidungsgericht anerkannt. Unterhalt, Obsorge und andere Scheidungsfolgen können ebenso vertraglich geregelt werden. Der Notar/Die Notarin kann als objektiver Berater beide Ehepartner beraten, hilft eine Einigung zu erzielen und fasst diese in einem Vergleich zusammen, der dem Scheidungsrichter vorgelegt wird.

Ehevertrag:

Unter Eheverträgen werden landläufig Vermögensregelungen für die Dauer der Ehe (Ehegüterverträge) oder für den Fall der Scheidung der Ehe (Vorwegvereinbarung) verstanden. Bei einer Scheidung ist oft nicht mehr feststellbar, welches Vermögen erst während der Ehe erstanden oder angespart wurde. Um einen Streit wegen der Aufteilung der ehelichen Vermögens zu vermeiden, kann der Abschluss eines Ehevertrages zweckmäßig sein.

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