Beurkundungen

Beglaubigungen dienen der Rechtssicherheit.

Der Notar ist Träger eines öffentlichen Amtes, dem staatliche Gewalt übertragen ist und vom Staat dazu bestellt wurde, um über Rechtserklärungen und Rechtsgeschäfte sowie über Tatsachen, aus welchen Rechten abgeleitet werden sollen, öffentliche Urkunden zu errichten.

Öffentliche Urkunden stellen das sicherste Beweismittel dar, weil sie vollen Beweis dessen begründen, was darin amtlich erklärt oder von der Urkundsperson bezeugt wird.

Notariatsurkunden sind Notariatsakte, Notariatsprotokolle und notarielle Beurkundungen und stellen öffentliche Urkunden dar. Während die Aufnahme von Rechtserklärungen und Rechtsgeschäften durch Notariatsakt erfolgt, werden rechtserhebliche Tatsachen und Wissenserklärungen beurkundet. Notariatsaktpflicht besteht etwa für bestimmte Ehe- und Familienverträge, für Schenkungsverträge ohne wirkliche Übergabe, für eine Reihe von gesellschaftsrechtlichen Verträgen sowie für Erb- und Pflichtteilsverzichtsverträge. Durch die notarielle Beurkundung bestätigt der Notar/die Notarin jene Tatsachen, die er/sie als von ihm/ihr wahrgenommen festgestellt hat.

Die Bestätigung der Echtheit einer Unterschrift wird als Legalisierung bezeichnet, die Bestätigung der Übereinstimmung einer Abschrift mit dem Original als Vidimierung. Beispiele dafür sind die Beglaubigungen der Unterschrift auf einer Pfandbestellungsurkunde, auf einem Kauf- oder Schenkungsvertrag, etc.

cyberDOC

Das österreichische Notariat hat das elektronische Urkundenarchiv “cyberDOC” ins Leben gerufen. Dieses elektronische Urkundenarchiv dient nicht nur der sicheren elektronischen Aufbewahrung von Urkunden, sondern ermöglicht auch einen sicheren elektronischen Urkundenverkehr (elektronischer Rechtsverkehr mit der Justiz).

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